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Allgäuer Burgenverein
Allgäuer Burgenmuseum

Konzept

Vom Thema Mittelalter geht eine altersübergreifende Faszination aus, die bei Kindern und Jugendlichen noch durch das Bedürfnis nach Spannung und Abenteuer verstärkt wird. Dieses Interesse möchte der Allgäuer Burgenverein e.V. aufgreifen.

Die Gemeinwesen des Mittelalters waren weitgehend in der Lage, die Güter des täglichen Bedarfs selbst zu erstellen. Auf Burgen waren Handwerksbetriebe in der sogenannten Vorburg angesiedelt, die für den eigenen Bedarf oder den Markt arbeiteten.
Viele Überreste dieser Sachkultur können wir seit langem in den Kemptener Museen bewundern, Herstellung und Gebrauch der Objekte aber lassen sich nur erahnen. Diese Lücke möchte das Haus für historisches Handwerk schließen helfen. Dort können Kultur- und Handwerkstechniken gelernt und ausgeübt werden, die die Grundlagen moderner europäischer Technik und Kultur darstellen.

Schüler haben kaum Gelegenheit Materialerfahrungen zu sammeln, Produktionsprozesse kennen zu lernen und manuelles Geschick auszuformen.

Aber nicht nur bei den Inhalten gilt es Defizite abzubauen. Die etablierten Methoden der Geschichtsvermittlung halten den Lernenden immer auf einer gewissen Distanz zum Objekt. Schulunterricht, Ausstellungen, Literatur und sämtliche audiovisuellen Medien erlauben nur einen geistig-visuellen Zugang zu unserer Vergangenheit, die abstrakte, bebilderte Geschichte in unseren Köpfen bleibt. Ein Lernen mithilfe des Tast- und Bewegungssinns, also des Körpers, bildet in unseren Augen eine notwendige Ergänzung.
Im Verbund der Methoden wird nicht nur ein mehrdimensionales Erfassen von Geschichte erreicht, es werden auch weitere Zugangsmöglichkeiten zu den genannten Aspekten unserer Vergangenheit geöffnet, die den verschiedenen Lerntechniken der Menschen entgegenkommen.

Die Handwerkstechniken des Mittelalters stellen eine hervorragende Möglichkeit zur technischen und sozialen Bildung junger Menschen dar.

Ohne Leistungsdruck auszuüben werden die Stärken der Teilnehmer aufgegriffen. Das Arbeiten in kleinen Gruppen gestattet intensive persönliche Zuwendung des Anleitenden und Förderung des Gruppenmitgliedes. Erfolgsorientierte Methoden und Herstellungsprozesse fördern Durchhaltevermögen, soziale, technische und feinmotorische Kompetenz.

In kleinen Gruppen wollen wir an den Erfahrungen der Teilnehmer anknüpfen und ihnen Selbstwert fördernde Erlebnisse vermitteln.

Gerade in Schulklassen wollen wir allen Schülern, auch kognitiv schwächeren, verstärkt positive Lernerfahrungen ermöglichen.
Hier haben die mehr praxisorientierten jungen Menschen und Erwachsenen die Möglichkeit, ihre Stärken zu zeigen, neue Fähigkeiten zu erwerben und sich in einer anderen Weise den Beziehungspersonen wie Lehrern und der Klassengemeinschaft darzustellen. So entstehen lebenspraktisches Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die jeder im Alltag brauchen kann.

In unseren Augen bildet das Haus für historisches Handwerk eine notwendige Ergänzung zum bestehenden Bildungssystem.

Stand: August 2009
Copyright Haus für historisches Handwerk Kempten